Prägung
Prägung nennt man in der Verhaltensbiologie eine irreversible Form des Lernens: Während eines meist relativ kurzen, genetisch festgelegten Zeitabschnitts (sensible Phase) werden Reize der Umwelt derart dauerhaft ins Verhaltensrepertoir aufgenommen, dass sie später wie angeboren erscheinen. Im Rahmen der Instinkttheorie wird das Phänomen Prägung gedeutet als die Aneignung eines Schlüsselreizes durch Lernen.
* Lernen durch Prägung findet statt, ohne dass Belohnung oder Bestrafung eine Rolle spielen. Lernen durch Prägung unterscheidet sich daher fundamental von einer Lernform wie dem Lernen durch Erfahrung wie z.B. durch Versuch und Irrtum.
* Prägung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie nur in einer bestimmten Zeitspanne stattfinden kann, die daher als sensible Lebensphase bezeichnet wird. Prägung ist also nicht nachholbar. In welchem Alter diese Phase nachweisbar ist und wie lange sie dauert, kann je nach Tierart sehr unterschiedlich sein.
* Prägung ist unwiderruflich, das durch sie Gelernte wird besonders schnell und effektiv gelernt und auf Lebenszeit behalten; zumindest werden die durch Prägung erworbenen Auslöser („Schlüsselreize“) auf Dauer bevorzugt.
* Durch Prägung werden stets nur eng begrenzte Inhalte gelernt, also zum Beispiel eine bestimmte Reaktion auf ein bestimmtes Objekt der Umwelt oder eine bestimmte, klar gegen andere Verhaltensweisen abgrenzbare Verhaltensweise.
* Prägung kann in einer Zeitspanne stattfinden, in der die geprägte Verhaltensweise noch nicht vollzogen werden kann.
(wikipedia)
Durch meine Erfahrung als Hundetrainerin, weiss ich, wie wichtig es ist, dass Welpen gut geprägt werden. So wird in diesem Punkt bei unseren Welpen besonders darauf geachtet, dass die Hunde auf alles vorbereitet werden, was im täglichem Leben wichtig ist.
Unsere Welpen werden, genauso wie unsere erwachsenen Hunde im Haus gehalten und aufgezogen. Und dies auch ganz bewusst nicht in der Abstellkammer oder in der Garage, sondern in unserem Wohn-Haus. Dies erfordert sicherlich einen höheren Arbeitsaufwand, aber die Vorteile einer solchen Aufzucht sprechen für sich. Das ganze Leben spielt sich um die Welpen herum und mit ihnen ab. Wir haben drei Kinder, die mit ihren Freunden bei uns ein und aus gehen. So haben unsere Welpen viel Kontakt zu vielen Menschen und Kindern verschiedenen Altersstufen.
Die Prägung auf den Menschen und seine Umgebung ist in der heutigen Zeit von ganz besonderer Wichtigkeit. Wir wollen eine intensive Bindung an den Menschen erreichen und sicher sozialverträgliche Hunde züchten.
Allein schon dadurch, dass unsere Welpen im Haus aufwachsen, sind sie zwangsläufig schon Geräuschen aus dem alltäglichen Bereich ausgesetzt. Staubsauger, klapperndes Geschirr, herunterfallende Gegenstände, lachende und tobende Kinder usw. Ausserdem läuft ab und zu eine Geräusche CD um das Reizfeld zu erweitern.
Der Vorteil ist klar: Der erwachsene Hund soll möglichst neutral oder aber interessiert auf Geräusche reagieren. Nicht aber ängstlich oder gar panisch.
Ein Welpenspielplatz hat nicht nur den Sinn, die Hunde zu beschäftigen oder zum spielen zu animieren, sondern die Bewegungsabläufe und die Koordinationsfähigkeit des Hundes zu steigern und zu prägen. Verschiedene Untergründe, wie Gitter, Wippe, wackelnde Luftmatratze, Wasser und Bälle, sowie Tunnels, Flatterfolie von unten und oben sind Teil davon.
Unsere Welpen werden ab der sechsten Woche regelmäßig mit dem Auto transportiert um sich an das Autofahren zu gewöhnen.
Futter
Im Vorweg kann gesagt werden, dass unsere Hunde aus Überzeugung B.A.R.F.(Rohfutter) ernährt werden.
( www.gesundehunde.com )
Um möglichst Schwierigkeiten bei einer Nahrungsmittelumstellung vorzubeugen, werden unsere Welpen möglichst abwechslungsreich ernährt. Sie bekommen also Hafer - und Schmelzflocken, Quark und Hüttenkäse. Natürlich gewolftes Fleisch (Saumfleisch, Pansen und Hühnerhälse), sowie püriertes Gemüse und geschnittenes Obst wie Banane und geriebenen Apfel. Um sie auch an Trockenfutter zu gewöhnen, füttern wir ausserdem einmal täglich ein gutes Trockenfutter für Welpen.












